Alaska - Eine Reise in unendliche Weite

Besuch in Alaska

Eine Reise in die unendliche Weite

Wer Alaska hört, denkt meist erstmal an sehr viel Schnee und Abgeschiedenheit. Dass der nördlichste US-Staat jedoch weitaus mehr zu bieten hat und ein wunderschönes Urlaubsziel ist, zeigen wir Ihnen hier.

 

Der 49. Bundesstaat der Vereinigten Staaten wird oft als letzte Grenze bezeichnet, durch seine nördliche Lage weitab von den USA und der Zivilisation. Die Entfernung und die eher kühleren Temperaturen machen Alaska nicht unbedingt zum Hauptziel des USA-Tourismus.

Dabei bietet der Staat nicht nur eine atemberaubende Landschaft und die Möglichkeit Nordlichter zu sehen, sondern beherbergt auch noch 17 der 20 höchsten Berge der USA.

Ein Einblick

Alaska liegt westlich von Kanada und nordwestlich der USA, hat aber keine gemeinsame Grenze zu einem anderen US-Bundesstaat und ist damit die größte existierende Exklave. Aufgrund seiner nördlichen Lage und Grenze gehörte der Staat bis 1867 zu Russland, bis er schließlich an die USA verkauft wurde.

Die beeindruckende Landschaft Alaskas besteht aus tausenden kleinen Seen und Gletschern, Flüssen, Fjorden, aktiven Vulkanen und einer rauen Küste.

Juneau ist mit 32.000 Einwohnern zwar die Hauptstadt Alaskas, jedoch ist Anchorage die bekanntere und wesentlich größere Stadt. Wie auch Juneau, ist ein Viertel des Landes, aufgrund der Vielzahl der Seen und Berge, nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar.

Mit 85% ist Öl die Haupteinnahmequelle des nördlichsten Bundesstaates, was etwa 25% der gesamten Ölproduktion der USA ausmacht. Ansonsten gehört die Verarbeitung von Holz oder auch Abbau von Metallen zu weiteren Industrien des Landes.

Die Artenvielfalt Alaskas

Atemberaubende Landschaft

Alaska verzaubert mit riesigen Flächen von Gletschern, Eisflächen soweit das Auge reicht und atemberaubenden Gebirgen.

Alaska allein liefert mit knapp 100 Vulkanen die Mehrheit aller Vulkane in den USA. Davon beherbergt die südliche Inselkette Aleuten den Großteil der Vulkane, von denen einige noch aktiv sind. Pavlof ist einer der Vulkane, der innerhalb der letzten 10 Jahre regelmäßig kleinere Ausbrüche verzeichnen konnte. Die Gebirgszüge im Pazifik sind geprägt von Erdbeben, ausgelöst von den zahlreichen Vulkanen.

In den letzten Jahren wurde immer wieder spekuliert, ob die Halbinsel Aleuten, wo die pazifische und nordamerikanische Platte aufeinanderstoßen, einen Supervulkan von 6 Bergen beherbergt. Die 6 Vulkane könnten ein gemeinsames unterirdisches Magma-Reservoir haben, die etwa 20-30 km in der Tiefe liegen.

Mit einer Höhe von 6.190 m ist der Mount Denali der größte Berg Nordamerikas. Er liegt westlich zwischen Anchorage und Fairbanks, gehört zu einer der 7 Summits und ist der nördlichste Berg über 5000m.

Mit einer Fläche von über 2000qkm hat Alaska zudem die meisten Gletscher und Eisflächen weltweit.

 

Besondere Tierwelt

Wer Tiere in ihrem natürlichen Umfeld sehen will kann dies in Alaska hautnah erleben. Die Artenvielfalt ist, aufgrund der Abgeschiedenheit, der riesigen Flächen und wenig Zivilisation, kaum vergleichbar mit anderen Ländern.

Elche, Seelachse, Weißkopfseeadler, Bären, Otter, Wale, Eisbären. Die Liste der ungewöhnlichen Tierarten ist endlos.

Diverse Wildtierreservate oder auch Nationalparks bieten Touren an, in denen die Tiere in geschützter Umgebung beobachtet werden können. Mit 17 Nationalparks nimmt Alaska fast 70% aller Nationalparkflächen weltweit ein.

 

Die erste Bevölkerung Amerikas

Alaska gehört zu den Regionen des Kontinents Amerikas, die als erstes besiedelt wurden von sibirischen Nomaden, als die Landbrücke zwischen Asien und Amerika vor knapp 13.000 Jahren noch bestand. 

Ein Staat geprägt vom Goldrausch

Trotz seiner frühen Besiedelung existieren die meisten Dokumentationen zu Alaska erst seit dem 17. Jahrhundert durch die russische Marine.
Durch militärische Kriege und finanzielle Not verkauft das Russische Reich Alaska 1867 schließlich an die USA. Nur wenige Jahre später blüht Alaska durch den Goldrausch auf, was zur Gründung von den größeren Städten wie Fairbanks, Ruby oder auch Juneau führt. Der Klondike-Goldrausch geht in die Geschichte der USA ein und wird in vielen Filmen, Büchern und Geschichten verarbeitet.

Erst 82 Jahre nach dem Kauf wird das Gebiet schließlich zum 49. US-Bundesstaat erklärt, nachdem es erste Funde von Erdölquellen gibt.
Nach dem Erlöschen der Goldreserven und schweren Gegebenheiten durch ein großes Erdbeben erlebt Alaska erst in den 70er Jahre durch den Bau der Trans-Alaska-Pipeline einen erneuten Aufschwung.
Der entstehende Tourismus führt zur Verbesserung der Infrastruktur Alaskas, mit Highways und den Nationalparks als Ausflugsziel.

Indigene Völker

Heute ist der größte Staat der USA kaum bevölkert mit einer Gesamtzahl von 734.000 Einwohnern auf 1,7 Mio. Quadratkilometern.

15 % der Bevölkerung Alaskas sind indigene Völker, wie die Yupiks, Eskimos und Aleuten, die dort, seit tausenden Jahren, ansässig sind. 220 verschiedene Stämme von Ureinwohnern mit elf verschiedenen Kulturen leben in Alaska verstreut. Das ist auch der Grund wieso in dem größten Bundesstaat der USA rund 20 verschiedene indigene Sprachen gesprochen werden.

Die Aleuten im Süden Alaskas sind für die Jagd auf Land und See bekannt. Sie bauen ihre Kajaks traditionell aus Seelöwenfell. Auch ihre Körperkultur der Tätowierungen, um böse Geister fernzuhalten oder an ihre Vorfahren zu erinnern, ist über Generationen weitergegeben worden.

 

Traditionen in Vergessenheit

Die einheimischen historischen Völker haben immer mehr Schwierigkeiten, ihre traditionelle Lebensweise aufrechtzuerhalten. Der Fortschritt der Moderne, Lebensmittelknappheit und die Eisschmelze haben einen großen Einfluss auf die Stämme.

Durch verschiedene Institutionen soll Touristen die einzigartige Kultur, die lokalen Bräuchen und Traditionen nahegebracht werden, aber auch zum Verständnis und Respekt für die naturverbundenen Völker beitragen.

Ein Besuch im Nordstaat

Wer die Exklave Alaska erleben will, sollte auf kühle Temperaturen gefasst sein. Auch im Sommer erreichen die Temperaturen im Schnitt meistens 15 Grad, in Zentralalaska kann es auch mal die 25 Grad erreichen. Der Zwiebellook ist also die beste Art sich für eine Reise vorzubereiten.

Die meistbesuchte Zeit ist Juni bis August, da hier die meisten Sonnenstunden zu verzeichnen sind. Besonders zwischen April und August, wenn die Sonne in Alaska für einige Wochen fast dauerhaft scheint, erlebt man den Bundesstaat von seiner ganz besonderen Seite. Mit diversen regionalen Festen feiern die Einheimischen das dauerhafte Sommerlicht der Polartage. So findet man im Juni und Juli immer einen Ort, der mit Konzerten, Ständen und Aktivitäten zum Feiern einlädt.
 
Wenn die Dunkelheit ab August das Land wieder einnimmt, beginnt die Saison der Nordlichter. Besondern im September, Oktober und März stehen die Chancen besonders gut, die schimmernden Leuchterscheinungen über den Himmel tanzen zu sehen.

Um einen guten Einblick zu bekommen, sollten Sie bei Ihrem Besuch 2-3 Wochen einplanen. Zudem sollten Sie für einen Großteil ihrer Ausflüge einen Mietwagen einplanen.

Von Europa ist Alaska meist mit Zwischenstopp in Chicago oder Vancouver erreichbar.
Beachten Sie, falls Sie nach Kanada fliegen, dass Sie hierfür den eTA-Antrag stellen müssen, vergleichbar mit der ESTA-Genehmigung, die Sie für die USA benötigen.

Alaskas Highlights

Alaska ist ganz klar ein besonderes Reiseziel. Die schönsten und ungewöhnlichsten Aktivitäten haben wir Ihnen hier aufgelistet:

 

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Alaska
https://www.alpinewelten.com/alaska-vereinigte-staaten-usa
https://www.explorefairbanks.com/german/reiseangebote/
https://www.vulkane.net/vulkane/amerika/alaska/alaska-aleuten-vulkane.html